S-Bahn-Kunden, die das Ostkreuz als Umsteiger nutzen, haben damit bereits Erfahrungen gesammelt – seit einiger Zeit müssen nun auch am S-Bahnhof Warschauer Straße längere Wege zurück gelegt werden. Was steckt dahinter?
Im Takt des Rückbaus/Neubaus der unteren Stadtbahnsteige am Ostkreuz erfolgt in den kommenden Jahren auch der Neubau des in die Jahre gekommenen S-Bahnhofs Warschauer Straße.

So wie die Gleise am Ostkreuz zwischen Dezember 2011 und März 2012 in mehreren Schritten nach Süden verlegt wurden, gingen nacheinander auch die nördlichen Gleise an den alten Bahnsteigen B und C an der Warschauer Straße außer Betrieb. Der derzeit stattfindende Rückbau dieser beiden Bahnsteige schafft Platz für den anschließend geplanten Neubau von Kabel- und Leitungstrassen, Gleisen und nicht zuletzt für den neuen Bahnsteig B. Dieser dient künftig– also nach Abschluss aller Bauarbeiten am Ostkreuz und am Bahnhof Warschauer Straße – als Richtungsbahnsteig für alle stadteinwärts führenden S-Bahnen-Linien.
Während all dieser Bauarbeiten findet der S-Bahn-Betrieb nur am alten Erkner-Bahnsteig A statt. Dieser wird über die 2004 errichtete provisorische Fußgängerbrücke erschlossen. Das verlängert zwar die Wege für die Fahrgäste, ermöglicht jedoch aus Sicht der Bauarbeiten alle künftigen Bau- und Betriebszustände. So wird auch der im März 2013 vorerst provisorisch in Betrieb gehende, neu aufgebaute Bahnsteig B zunächst an diese Brücke angeschlossen.
Auch für den ab 2013 geplanten Neubau des Empfangsgebäudes Warschauer Straße lässt die Fußgängerbrücke den nötigen Freiraum und ermöglicht gleichzeitig einen guten Überblick über die Baustelle. Auch am Bahnhof Warschauer Straße ist ein "langer Atem" gefragt, bevor hier eine moderne und komfortable S-Bahn-Station zur Verfügung stehen wird.
Foto: David Ulrich