Bauprojekte

Für mehr Sicherheit, eine bessere Pünktlichkeit und weiteren Komfort

Ein Ausschnitt der Bauvorhaben im S-Bahn-Netz 2017

 

Kaum jemand mag jene Unannehmlichkeiten und Einschränkungen, die mit Bauarbeiten verbunden sind – doch um das Streckennetz der S-Bahn Berlin instand zu halten, das immerhin stolze 327,4 Kilometer umfasst, sind fortlaufend Bauarbeiten notwendig. Diese dienen dazu, die Bahnhöfe, die Gleisanlagen, die sicherungstechnischen Anlagen mit Stellwerken, Signalen in Schuss zu halten und damit eine hohe Verfügbarkeit der Infrastruktur sowie die Betriebssicherheit im Berliner S-Bahn-Netz zu gewährleisten.
Häufig entsteht nach Abschluss der Bauarbeiten, wie beim Großbau-Projekt am Bahnhof Ostkreuz, ein sichtbarer und erlebbarer Mehrwert für die Fahrgäste, wenn die Anlagen moderner, komfortabler und übersichtlicher gestaltet sind. Bei manchen Bauarbeiten ist dieser Mehrwert nicht so deutlich erkennbar, doch er fährt jeden Tag mit, damit Sie sicherer und pünktlicher mit der S-Bahn in Berlin unterwegs sind.

Wie Sie sich über mögliche Beeinträchtigungen informieren können

 

Bauen im S-Bahn-Netz  – ein gemeinsamer Kraftakt

Um diese vielfältigen Arbeiten, von Inspektionen bis zum Großbau-Projekt, gestemmt zu bekommen, arbeiten drei starke Partner für die Infrastruktur der S-Bahn Berlin zusammen: DB Station&Service ist für Instandhaltung, Erneuerung oder auch den Neubau von S-Bahnhöfen zuständig, während DB Netz die Bauarbeiten an Gleisen, Weichen, Brücken und Stellwerken verantwortet. DB Energie verantwortet die Bereitstellung des Fahrstromes. Gemeinsam ziehen wir an einem Strang, um Einschränkungen im Betriebsalltag für Sie so gering wie möglich zu halten.

 

Kleinere Instandhaltungsarbeiten: regelmäßige Inspektionen und Schienenschleifarbeiten

Viele Arbeiten im Berliner S-Bahn-Netz werden regelmäßig, häufig mehrfach im Jahr, durchgeführt, wie Inspektionen in Form von Schienenmessfahrten, bei denen der Zustand der Gleise nach einem strengen Verfahren geprüft wird. Zur Instandhaltung werden auf den hoch belasteten Strecken halbjährlich Schienen- und Weichenschleifarbeiten vorgenommen, um kleinere Schienenfehler zu beheben, die sich durch die starke Nutzung ergeben. Vor allem für die Schleifarbeiten und andere kleinere Instandhaltungsarbeiten sind Sperrpausen ab 22 Uhr bis in den frühen Morgen nötig. In dieser Zeit wird, wenn die Baustellensicherung und das Bauverfahren es zulässt, auf dem entsprechenden Streckenabschnitt eingleisig gefahren.

 

Größere Instandhaltungsarbeiten: Rundum-Erneuerungen der Schienen und Weichen

Je nach Belastung und Abnutzung wird etwa alle zehn Jahre ein Schienenwechsel vorgenommen. Ein kompletter Oberbauwechsel, bei dem Schienen, Schotter und Schwellen getauscht werden, fällt circa alle 20 Jahre an – auch hier wird jeweils nach dem Zustand der Gleise entschieden. Bei starker Beanspruchung kann ein Wechsel oder auch ein Austausch des gesamten Oberbaus durchaus früher erfolgen. Ein Beispiel für diese Rundum-Erneuerung ist der S-Bahn-Ring, der Ende 17.12.1993 wiedereröffnet wurde. Seit 2012/13 wird  - nach 20 Jahren - schrittweise eine komplette Gleiserneuerung vorgenommen, bei der Schienen, Schwellen und Schotter ausgetauscht werden. Doch nicht nur die Gleise, auch die Weichenanlagen werden in diesem Rhythmus auf Vordermann gebracht.

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Grunderneuerung und Neubau: Großprojekte

Der Hauptbahnhof, der Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel oder auch der Bahnhof Ostkreuz sind gute Beispiele für die Herausforderungen von Großbau-Projekten, die uns über Jahre begleitet haben oder noch vor weitere Aufgaben stellen werden.  Sobald die Infrastrukturanlagen nicht mehr den Anforderungen des Bahnbetriebes genügen, müssen diese erneuert oder neugebaut werden. Im Zuge dieser Arbeiten werden die Anlagen so angepasst und verändert, dass im Anschluss wieder eine zeitgemäße und moderne Infrastruktur zur Verfügung steht.

 

Bauen für die Sicherheit: Zugbeeinflussungssystem S-Bahn Berlin (ZBS)

Zu den Bauprojekten, die sich weiterhin auf den Betriebsalltag auswirken werden, gehört das Zugsicherungssystem der Berliner S-Bahn. Hierfür wird das mechanisch wirkende System der Fahrsperre durch ein modernes, elektronisches Zugbeeinflussungssystem ersetzt. Bis 2025 ist das gesamte S-Bahn-Netz mit dieser Technik auszustatten. Im Zuge der Arbeiten werden auch die dazugehörigen Stellwerke von konventioneller auf elektronische Stellwerkstechnik umgerüstet.

Mehr zu dem Zugbeeinflussungssystem