07.12.2017

Fahrgäste unterstützen Spendenaktion

Seit 30 Jahren gibt es den Rote-Schleifen-Zug

Engagierte Helfer und fleißige Sammler kurz vor der Abfahrt des Rote-Schleifen-Zugs.
Engagierte Helfer und fleißige Sammler kurz vor der Abfahrt des Rote-Schleifen-Zugs.

Im Rote-Schleifen-Zug klimperte es am Freitag, 1. Dezember ordentlich in den Spendendosen der Berliner Aids-Hilfe e.V. Der Spendenzug – der vor 30 Jahren von S-Bahnern ins Leben gerufen wurde – ist jeweils am Welt-Aids-Tag im S-Bahn-Netz unterwegs, um mit Vorurteilen über Aids aufzuräumen und für Solidarität mit HIV-positiven Menschen zu werben. Von Anfang an dabei ist Triebfahrzeugführer Harry Krogmann. Er erinnert sich: „Die Idee wurde damals von den Kollegen Manne Wichert, Christian Anderson und mir ins Leben gerufen. Manne, selbst HIV positiv, engagierte sich so lange es ihm möglich war, für den Kampf gegen Aids. Wir waren alle sehr traurig, als uns Manne für immer verließ. Dies spornte uns umso mehr an, mit unserem Engagement weiter zu machen.“

Während Harry Krogmann und Lokführerkollege Detlef Meyer den Zug steuerten, sammelten ehrenamtliche Mitarbeiter der Berliner Aids-Hilfe e.V. und Mitarbeiter der Berliner S-Bahn im Zug Spenden für Menschen, die von HIV / AIDS betroffen sind und verteilten rote Schleifen, die weltweit als Symbol für Toleranz und Solidarität stehen.

Die Jubiläumstour wurde begleitet von Teilnehmern aus Politik, Kultur und Gesellschaft, darunter Kent Logsdon, Geschäftsträger ad interim der Botschaft der Vereinigten Staaten und Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat, sowie Vorstandsmitglieder und die Geschäftsführerin der Berliner Aids-Hilfe. Angelika Simon, Leiterin Werbung und Kommunikation der S-Bahn, moderierte die Veranstaltung. Roswitha Völz, Kuratoriumsmitglied der Berliner Aids-Hilfe, bedankte sich: „Ich freue mich sehr, dass die Fahrgäste so zahlreich für die Arbeit der Berliner Aidshilfe spenden. Aufklärung ist wichtig, um Vorurteile abzubauen. Da ist es wundervoll, dass die S-Bahner diese Arbeit mit dem Rote-Schleifen- Zug unterstützen“.

 

 

Ades Zabel, Kuratoriumsmitglied der Berliner Aids-Hilfe
und Unterstützer des Zugs zum Welt-Aids-Tag
Ades Zabel, Kuratoriumsmitglied der Berliner Aids-Hilfe und Unterstützer des Zugs zum Welt-Aids-Tag
 
„Äh?! Wie? Was? Seit 30 Jahren gibt es die Red-Ribbon-S-Bahn, so schnell ist die Zeit vergangen? Aber auch nach 30 Jahren immer noch richtig und wichtig!
Danke an die Mitarbeiter der S-Bahn und allen Beteiligten einen frischen Fahrtwind für die nächsten 30 Jahre.“

 

 

 

Text: Kathrin Fiehn
Foto: Kathrin Fiehn/ Berliner Aids-Hilfe